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CCSA Talk: Plexiglas und Kameras. Theodore Conrad, Louis Checkman und der New Yorker Architekturmodellboom 1950â1970
20. January 2022 â 18:00

CCSA Talk: Plexiglas und Kameras. Theodore Conrad, Louis Checkman und der New Yorker Architekturmodellboom 1950â1970
DO 20.01.2022, 18:00
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Teresa FankhÀnel mit Anna-Maria Meister und Oliver Elser
Unser alltĂ€gliches Leben wird in nicht unerheblichem MaĂe von der architektonischen Konfiguration des uns umgebenden Raums beeinflusst. Hierbei handelt es sich jedoch nur selten um das Produkt zufĂ€lliger und nicht intendierter UmstĂ€nde. So mĂŒssen sich Architekt_innen, die sich mit der baulichen Gestaltung von Regierungs- und BehördengebĂ€uden, stĂ€dtischen RĂ€umen, Bibliotheken oder anderen Formen
des Gebauten auseinandersetzen, seit jeher nicht nur nach Ă€sthetischen, sondern gleichermaĂen nach funktionalen Anforderungen und BedĂŒrfnissen richten, die an die von ihnen entworfenen Bauten und Architekturen gestellt werden. Resultat sind sich architektonisch manifestierende RĂ€ume, die unter anderem politisch-soziale Ordnungen und Idealvorstellungen widerspiegeln und konstituieren sollen oder in
Hinblick auf spezifische Formen der MachtausĂŒbung und Machtsicherung gestaltet werden.
Der LOEWE-Schwerpunkt âArchitekturen des Ordnens: Praktiken und Diskurse zwischen Entwerfen und Wissenâ, ein Forschungsprojekt der Goethe-UniversitĂ€t Frankfurt und Technischen UniversitĂ€t Darmstadt, mit dem Max-Planck-Institut fĂŒr Rechtsgeschichte und Rechtstheorie und dem Deutschen Architekturmuseum als auĂeruniversitĂ€ren Partnern, hat sich im Rahmen des Jahresthemas 2021 âGebaute Ordnungâ in der ersten JahreshĂ€lfte mit verschiedenen RĂ€umen der Macht auseinandergesetzt. In der zweiten JahreshĂ€lfte stehen âSpeicher des Wissensâ im Mittelpunkt. Den Ausgangspunkt fĂŒr die thematische Ausrichtung der Ringvorlesung âGebaute Ordnung: Speicher des Wissensâ im Wintersemester 2021/22 bildet die Feststellung, dass Architektur Wissen rĂ€umlich konfiguriert und damit wesentlichen Anteil an der Modulierung, Durchsetzung, Kanonisierung und Institutionalisierung epistemischer Modelle hat. Archive, Bibliotheken, Museen und UniversitĂ€ten können als materialisierte Wissensordnungen aufgefasst werden: Das gesammelte,
ausgewĂ€hlte, geordnete, erschlossene und vermittelte Wissen wird rĂ€umlich gefasst. Untersucht werden soll, inwiefern die konkrete architektonische Rahmung auf Organisations- oder Wissensstrukturen zurĂŒckwirkt.
Im Rahmen von vier AbendvortrÀgen, die reale, theoretische und utopische Wissensordnungen und deren architektonische Konfiguration in den Blick nehmen, wird dem wechselseitigen VerhÀltnis von gebauten RÀumen und Ordnungsvorstellungen nachgegangen.
ErgĂ€nzt wird das Programm durch eine Veranstaltung mit dem âCenter for Critical Studies in Architectureâ (CCSA), das innerhalb der Reihe CCSA Talks aktuelle Forschungsarbeiten und Veröffentlichungen vorstellt und sie mit GĂ€sten diskutiert.