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Das Deutsche Architekturmuseum (DAM) ab Oktober 2021 im Umbau / Interimsquartier “DAM Ostend” und Vorschau Ausstellungen 2022

von | Freitag, 23. Juli 2021

Umbaumaßnahmen Deutsches Architekturmuseum

Nach einem 1. Bauabschnitt im Jahr 2010 steht ab Oktober 2021 der 2. Teil einer umfangreichen energetischen Ertüchtigung und Brandschutzsanierung für das Deutsche Architekturmuseum an, das 1984 im Zuge des Gesamtkonzeptes „Museumsufer“ nach dem Entwurf des Architekten Oswald Mathias Ungers erbaut wurde. Das Innere einer Gründerzeit-Villa wurde hierfür entkernt und mit einer eingestellten Konstruktion, dem sog. “Haus im Haus” überformt. Der gesamte eingeschossige Anbau wurde durch Wandelgänge mit Glassatteldächern gefasst, der hintere Ausstellungsbereich erhielt eine Lichtdecke. Den finalen Abschluss der Rückseite im Erdgeschoss bilden zwölf kleine Höfe. Bei dem Gebäude-Ensemble handelt es sich um ein Kulturdenkmal, das in die Denkmaltopographie der Stadt Frankfurt am Main eingetragen ist.

Die offenen Treppenhäuser mit direkt angrenzenden Ausstellungsräumen sowie der hohe Anteil an Glasflächen bedingen starke Temperaturschwankungen und damit eine schwierige Regulierung des Innenklimas. Es gilt daher den winterlichen wie den sommerlichen Wärmeschutz deutlich zu verbessern –  sowohl aus museographischer, als auch aus arbeitstechnischer Sicht. Insbesondere die Glasdachflächen im Erd- und Dachgeschoss werden deshalb durch eine besondere Wärmeschutzverglasung ersetzt, alle Fenster werden ausgetauscht. Die Außenwände der erdgeschossigen Korridore und das Tonnendach der großen Ausstellungshalle werden zusätzlich gedämmt. Es werden dezentrale Umluftkühlungen mit neuen Kältezentralen eingerichtet. Brandschutz- und sicherheitstechnische Mängel müssen behoben werden; ausgebildet wird ein zusätzlicher zweiter Rettungsweg in Form eines Fluchttunnels.

Schäden an Fassade, Sandsteinverkleidungen, Boden- und Fliesenbelägen sowie Feuchteschäden erfordern grundlegende Sanierungsmaßnahmen, welche dem Erhalt des Gebäudes dienen. Unter anderem werden die sanitären Anlagen für Besucher:innen und Mitarbeiter:innen neu gestaltet.

Die Umbaumaßnahmen werden voraussichtlich zwei Jahre dauern.

DAM Interimsquartier “DAM Ostend” am Danziger Platz

Das DAM wird als Interimsquartier für Ausstellungen, Veranstaltungen und Vermittlungsprogramm in den leer stehenden Bürokomplex am Danziger Platz neben dem Frankfurter Ostbahnhof  ziehen: “DAM Ostend”. Dort wird das Museum eine rund 400 Quadratmeter große, loftartige Fläche in einem Hochhaus nutzen, das von der nördlich gelegenen Henschelstraße aus zugänglich ist.

Ausgelobt und finanziert durch die Gesellschaft der Freunde des DAM sollen zusammen mit Studierenden der Frankfurt University of Applied Sciences in einem Ideenwettbewerb gestalterische Konzepte für die neue Eingangssituation an der Henschelstraße sowie für eine größere Sichtbarkeit, auch vom Danziger Platz aus, erarbeitet werden.

Im Januar 2022 wird der traditionell jährlich stattfindende DAM Preis mit den besten Bauten in und aus Deutschland dort die zweijährige Interimszeit einläuten.

Weiter wird sich das DAM mit der Frage des Bestandes, der zirkulären Bauökonomie und der Weiterverwendung von Baumaterialien in seinem Interimsquartier beschäftigen. Aus naheliegenden Gründen – denn auf dem Areal am Danziger Platz soll in naher Zukunft ein urbanes gemischtgenutztes Quartier entstehen, mit Wohnungen, Gewerbe, Gastronomie und anderem.

In Partnerschaft mit der Adler Group.

Ausstellungsvorschau 2022

https://dam-online.de/programm/ausstellungen/

DAM Preis 2022 – Die besten Bauten in/aus Deutschland

29. Januar – Mitte März 2021

Ort: DAM Ostend / Henschelstraße, Frankfurt am Main

Seit 2007 werden mit dem DAM Preis für Architektur jährlich herausragende Bauten in Deutschland und bemerkenswerte Projekte deutscher Architekturbüros in anderen Ländern ausgezeichnet. 2022 wird der Preis vom Deutschen Architekturmuseum bereits zum sechsten Mal in enger Zusammenarbeit mit JUNG als Kooperationspartner und in einem gestaffelten Juryverfahren vergeben.

Für den DAM Preis nominiert das Museum – seit 2016 auch unter Berücksichtigung von Vorschlägen der Architektenkammern – 100 bemerkenswerte Gebäude oder Ensembles. Eine Expertenjury trifft unter den Nominierungen dann die Auswahl zu den rund 20 Bauten der Shortlist. In einer intensiven Diskussion werden aus diesen Gebäuden der engeren Wahl schließlich drei bis vier Bauten für die Endrunde bestimmt. Bei einem zweiten Jurytreffen werden die Finalisten bereist und das Preisträgerprojekt gekürt.
Die Bekanntgabe des Preisträgers, die Preisverleihung und Eröffnung einer Ausstellung zu den Bauten finden immer Ende Januar im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main statt.

Zeitgleich erscheint das Deutsche Architektur Jahrbuch, in dem das Preisträgerprojekt, die Finalisten und die weiteren Bauten der Shortlist in eigenen Darstellungen von ausgesuchten Architekturkritikern gewürdigt werden. Hinzu kommen drei weitere Beiträge zu herausragenden Gebäuden deutscher Architekten im Ausland. Essays zum aktuellen Baugeschehen ergänzen die jährliche Dokumentation.

Alle Nominierungen eines Jahrgangs werden auf www.dam-preis.de vorgestellt. In einer handlichen Druckausgabe werden die Bauten zudem im Architekturführer Deutschland präsentiert, der wie auch das Deutsche Architektur Jahrbuch bei DOM publishers, Berlin, erscheint.

ARCHITEKTUR AUF DEM LAND

27. März – 28. November 2021

Ort: Freilichtmuseum Hessenpark, Neu-Anspach

Ländliche Regionen werden mit ihrer Architektur zu wenig beachtet. Das möchte diese Ausstellung ändern. Eine Fülle realisierter Projekte zeigt, welche Qualitäten hier zu entdecken sind. Architektur kann viel zu einem guten Leben auf dem Land beitragen. Das veranschaulichen Wohnhäuser, Scheunenumbauten, landwirtschaftliche Bauten, Gasthäuser, Dorfläden, Werkstätten, Bürobauten, Weingüter, Hotels, Museen, Bibliotheken, Konzerthallen, Kapellen, Sportstätten und öffentliche Bauten für den Verkehr, Schulen und Rathäuser. Der geographische Schwerpunkt liegt in Deutschland, Österreich und der Schweiz; darüber hinaus werden aber auch beispielhafte Projekte aus dem europäischen Ausland vorgestellt. Ergänzend werden Regionen und Orte gezeigt, die in besonderer Weise ihre Gesamtentwicklung begleitet haben – von Schrumpfung bis Wachstum. Vertiefende Betrachtungen des Realisierungsprozesses von Bauprojekten, von wichtigen Bautypologien und von Infrastrukturen geben Antworten auf die Frage: Was lässt sich vom Bauen auf dem Land lernen?

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

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