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Internationaler Hochhauspreis 2020: Die fünf Finalisten

von | Mittwoch, 23. September 2020

PRESSEMITTEILUNG

Fünf Projekte aus Europa und Asien im Rennen um das weltbeste Hochhaus

Frankfurt am Main, 23. September 2020

Die Finalisten des diesjährigen Internationalen Hochhaus Preises (IHP) stehen fest. Fünf Gebäude, drei aus Europa und zwei aus Asien, hat die Jury aus insgesamt 31 nominierten Hochhäusern aus 14 Ländern ausgewählt. Der IHP gilt als der weltweit wichtigste Architekturpreis für Hochhäuser. Der Sieger wird am 29. Oktober in der Frankfurter Paulskirche ausgezeichnet. Aufgrund der Covid-19-Pandemie wird die Veranstaltung live im Internet übertragen.

Der Internationale Hochhaus Preis (IHP) wird von der Stadt Frankfurt am Main gemeinsam mit dem Deutschen Architekturmuseum (DAM) und der DekaBank verliehen und ist mit einer Statuette des international bekannten Künstlers Thomas Demand und einem Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro dotiert.

Die Finalisten 2020 auf einen Blick:

  • Omniturm (Frankfurt am Main / Deutschland) von BIG – Bjarke Ingels Group, Kopenhagen / Dänemark, New York / USA
  • Eden (Singapur) von Heatherwick Studio, London / Großbritannien
  • Norra Tornen (Stockholm / Schweden) von OMA Office for Metropolitan Architecture, Rotterdam / Niederlande
  • The Stratford (London / Großbritannien) von Skidmore, Owings & Merrill, London / Großbritannien
  • Leeza SOHO (Peking / China) von Zaha Hadid Architects, London / Großbritannien

Der Internationale Hochhaus Preis richtet sich an Architekten und Bauherren, deren Gebäude mindestens 100 Meter hoch sind und in den vergangenen zwei Jahren fertiggestellt wurden. Die Jury besteht aus Architekten, Tragwerksplanern, Immobilienspezialisten und Architekturkritikern. Sie beurteilt die nominierten Projekte nach folgenden Kriterien: zukunftsweisende Gestaltung, Funktionalität, innovative Bautechnik, städtebauliche Einbindung, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.

Jurybegründung / Über die Finalisten:
Aufgrund der Covid-19-Pandemie und damit einhergehenden Reise- und Kontaktbeschränkungen fand in diesem Jahr eine digitale Jurysitzung statt. Der Sieger des IHP 2018 Benjamin Romano beteiligte sich zugeschaltet aus Mexiko an der Jurysitzung. Unter dem Vorsitz von Anett-Maud Joppien wurde angeregt und kontrovers diskutiert. Dabei standen die ökologischen und sozialen Qualitäten der Gebäude im Vordergrund. Auch der Aspekt der Widerstandsfähigkeit in Bezug auf die Struktur und den Lebenszyklus eines Bauwerks wurde an vielen Wettbewerbsbeiträgen geprüft. Das Ergebnis ist die Shortlist mit fünf Finalisten, die stellvertretend für die enorme Bandbreite aller nominierten Gebäude stehen: Einer der ersten gemischt genutzten Türme Deutschlands (Omniturm), ein üppig be-pflanzter Luxus-Wohnturm (EDEN), ein brutalistisch anmutendes Wohn-Hochhauspaar (Norra Tornen), ein Hochhaus als Motor für die städtebauliche Entwicklung eines Viertels (The Stratford) und ein Paradebeispiel parametrischen Entwerfens (Leeza SOHO).

Mit dem Frankfurter Omniturm von BIG – Bjarke Ingels Group aus New York / Kopenhagen hat es das erste Hybridhochhaus in einem deutschen Stadtzentrum unter die Finalisten geschafft. Für Jury-Mitglied Ina Hartwig macht der Turm seinem Namen alle Ehre. Er vereint Gastronomie, Büros, Wohnungen und Geschäfte unter einem Dach. Damit ist der Omniturm im internationalen städtebaulichen Vergleich auf der Höhe der Zeit.

Erneut zählt ein Projekt aus Singapur zu den Finalisten. Muschelförmige Pflanz-kübel machen EDEN von Heatherwick Studio aus London zum einprägsamen Beispiel für ein Wohnhochhaus. Mit seiner üppigen Bepflanzung zeigt es eindrucksvoll das Motto der Stadtentwicklung „City in a Garden“. Als „Garten Eden“ empfindet Jury-Mitglied Klaus Fäth das Begrünungskonzept, bei dem die Pflanzen durch zurückspringende Balkone und vorspringende Wandscheiben geschützt werden. Für die Juryvorsitzende Annett-Maud Joppien geht von den bauchigen Muschelmotiven und grünen Dschungeln eine große Anziehungskraft aus, der man sich nicht entziehen kann.

Norra Tornen von Office for Metropolitan Architecture (OMA) aus Rotterdam steht in Schwedens Hauptstadt Stockholm. Dort bildet das Projekt eine Torsituation zum Stadtteil Hagastaden. Die höchsten Wohngebäude Stockholms kultivieren das Wohnen in der Höhe mit ausgeprägtem Außenbezug im Norden Europas. Jury-Mitglied Andreas Moser lobt die Eleganz, mit der die Türme aus der sie umgebenden niedrigeren Bebauung hervorwachsen und bewertet das Spannungsfeld zwischen der brutalistischen Erscheinung der Türme und ihrem Kontext positiv. Auch Jury-Mitglied Victor Stoltenburg sieht in der Ausgestaltung der Baukörper mit modularen kastenartigen Erkern und der Oberflächengestaltung mit rauen Betonelementen einen bemerkenswerten Akzent im Stadtbild.

Mit einem weiteren Wohnprojekt ist das sonst für seine Höhenrekorde weltweit bekannte Büro Skidmore, Owings & Merill aus New York unter den Finalisten vertreten. The Stratford in London vereint Design-Hotel und Design-Wohnen unter einem Dach und setzt neue städtebauliche Akzente im Stadtteil gleichen Namens.

Die markante Großform mit tiefen Einschnitten macht das Gebäude zum weithin sichtbaren Wahrzeichen. Die Räumlichkeit, die durch doppelte und einfache

Raumhöhen im gesamten Gebäude geschaffen wird, seine begrünten und freitragenden öffentlichen Räume und die sorgfältige massive und transluzide Gestaltung der Hülle ergeben ein modernstes Hochhaus, das L. Benjamín Romano inspiriert.

Eine herausragende Tragwerksleistung ist das Leeza SOHO von Zaha Hadid Architects in Peking, dessen Glashülle eigentlich eine Doppelturmanlage verbirgt. Das über 190 Meter hohe Atrium zwischen den Türmen ist das höchste der Welt, und seine faszinierenden geschwungenen Formen sind nur mit Hilfe des parametrischen Entwerfens möglich. Für Peter Cachola Schmal ist das Leeza SOHO die skulpturale Lösung eines Doppelhochhauses, das auf räumliche Überwältigung und Erlebnisse setzt für Hunderte von Small Offices und Homeoffices, die auf dem Weg zum neuen Flughafen ihr digitales Quartier aufschlagen.

Die Jury des IHP 2020:

Vorsitzender der internationalen Preisjury für den Internationalen Hochhaus Preis 2020 ist Anett-Maud Joppien (Architektin / Dietz Joppien Architekten AG in Frankfurt/Potsdam).

Die weiteren Mitglieder der Jury sind:

  • Klaus Fäth (Bauingenieur / osd – office for structural design, Frankfurt am Main/Hamburg)
  • Ina Hartwig (Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt am Main)
  • Andreas Moser (Architekt / ma cyrus | moser | architekten, Frankfurt am Main)
  • Benjamín Romano (Architekt / LBR&A Arquitectos, Mexiko Stadt, Mexiko)
  • Peter Cachola Schmal (Direktor Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt am Main)
  • Victor Stoltenburg (Geschäftsführer Deka Immobilien Investment GmbH, Frankfurt am Main)

Berater ohne Stimmrecht:

  • Horst Muth (Diplom-Ingenieur / Deka Immobilien Investment GmbH, Frankfurt am Main)
  • Rudi Scheuermann (Architekt und Bauingenieur / Arup Deutschland GmbH, Berlin)

Internationaler Hochhaus Preis der Stadt Frankfurt am Main:

Der Internationale Hochhaus Preis wurde 2003 von der Stadt Frankfurt, dem Deutschen Architekturmuseum und der DekaBank initiiert und 2004 zum ersten Mal vergeben. Seitdem wird er alle zwei Jahre kooperativ organisiert und finanziert. Somit findet in diesem Jahr die Preisverleihung in der Frankfurter Paulskirche zum neunten Mal statt.

Die bisherigen Gewinner des IHP:

2018 „Torre Reforma“, Mexiko City (Mexiko), Architekt und Bauherr LBR&A Arquitectos, Mexico CIty.

2016 „VIA 57 West“, New York City (USA), BIG – Bjarke Ingels Group und Bauherr The Durst Organization, New York.

2014 „Bosco Verticale“, Mailand (Italien), Boeri Studio und Bauherr Hines Italia, Mailand.

2012 „1 Blight Street“, Sydney (Australien), Kooperation zwischen ingenhoven architects, Düsseldorf und Architectus, Sydney sowie Bauherren DEXUS Property Group; DEXUS Wholesale Property Fund; Cbus Property, Sydney.

2010 „The Met“, Bangkok (Thailand), WOHA, Singapur und Bauherr Pebble Bay Thailand.

2008 “Hearst Headquarters“, New York City (USA), Foster + Partners, London und Bauherr Hearst Corporation, New York.

2006 „Torre Agbar“, Barcelona (Spanien), Ateliers Jean Nouvel, Paris und Bauherr Layetana, Barcelona.

2004 „De Hoftoren“, Den Haag (Niederlande), Kohn Pedersen Fox Associates, London und Bauherr ING Vastgoed, Amsterdam.

Weitere Informationen unter:

www.international-highrise-award.com

 

Pressebilder zum Download unter:

www.international-highrise-award.com/presse/bild-und-videomaterial/

www.dam-online.de/presse

Pressekontakt:

Deutsches Architekturmseum (DAM)
Schaumainkai 43, 60596 Frankfurt amMain

Brita Köhler
T +49 (0)69 212 36318 / M +49 (0)151-50921704
brita.koehler@stadt-frankfurt.de

DekaBank
Mainzer Landstraße 16, 60325 Frankfurt am Main

Dr. Daniela Gniss

T +49 (0)69 71 47 – 21 88

daniela.gniss@deka.de