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A Public Pool: Mehr als ein Familienhaus Zur Inszenierung von Suburbia und zur Implizierung von Kollektivität in The Swimmer

14. Oktober – 20:15

A Public Pool: Mehr als ein Familienhaus
Zur Inszenierung von Suburbia und zur Implizierung von Kollektivität in The Swimmer

14. Oktober, 20:15
im Deutschen Filminstitut & Filmmuseum (DFF)

Er zieht „Pool by pool, they form a river“, sagt der im ganzen Film nur in Badehose agierende Protagonist von The Swimmer, den ein athletischer, verwirrt grinsender Burt Lancaster spielt. In diesem New Hollywood-Film aus dem Jahr 1968 beschließt ein Werbefuzzi um die fünfzig, nach Hause zu schwimmen. das durch: In ein paar Stunden von einem Gartengrundstück samt Einfamilien-Villa zum nächsten, durchschwimmt er jeden der zwanghaft vorhandenen Pools in der ausgedehnten Nachbarschaft der White-Upper-Middle-Class in Connecticut. Der Ortsname passt: Der cut, (Aus-)Schnitt, ist Connection. Das gilt auch für Frank Perrys stur dahinträumende Verfilmung des Romans The Swimmer: soviel hip inszeniertes Display von männlich-weißer Nostalgie nach verlorener Kindheit, Lebensfreude, etc.; soviel sanftes Bashing von Konsumgesellschaft und suburbanem Habitus. Ein großspuriges Pseudokritik-Panorama, das aber nur ausschnitthaft ist. Und doch bleibt hier Abgetrenntes trotz alledem in Verbindung: Implizit, so stur wie der Plot, steht hier mehr im Raum – mehr an sexistischer, rassistischer, klassenbasierter Gewalt. Aber auch mehr an anderen Leben, anderen Roadmovies, anderem, kollektivem, Pooling von Wohnraum und Wasser – mehr an anderer Sozietät jenseits des Privatbesitzes und seiner Verlustängste.

 

mit 
Gabu Heindl, Professorin für Architektur Stadt Ökonomie, Universität Kassel; Architektin, Wien
Drehli Robnik, freier Theoriedienstleister, Edutainer, Disk-Jockey, Kritiker, Wien

Moderation: Jorun Jensen (Deutsches Architekturmuseum)

Gabu Heindl ist Professorin und Leiterin des Fachgebiets ARCHITEKTUR STADT ÖKONOMIE | Bauwirtschaft und Projektentwicklung an der Universität Kassel. Als Architektin und Stadtplanerin betreibt sie das Büro GABU Heindl Architektur in Wien. Sie praktiziert, forscht und publiziert mit dem Fokus auf Wohnen, auf öffentlichem Raum und auf Verteilungsfragen in Architektur und Stadtplanung. Zuletzt erschienen ihre Monografie Stadtkonflikte. Radikale Demokratie in Architektur und Stadtplanung (2020) und der Studienbericht Gerechte Stadt muss sein! (2022), sowie mit Drehli Robnik: Nonsolution: Zur Politik der aktiven Nichtlösung im Planen und Bauen (2024; englische Neufassung 2026).

Drehli Robnik ist Kritiker und Theoriedienstleister in Sachen Politik, Film und Geschichte, sowie Edutainer und Disk-Jockey (Sonntag´sdisco) in Wien. Sein Doktorat stammt von der Universität Amsterdam (2007). Er hat Bände zu David Cronenberg, Siegfried Kracauer und Männergewalt im Domestic Thriller mitherausgegeben. Und Monografien veröffentlicht – zu Anti-Nazi-Filmen, zu Jacques Rancière, Kontrollhorrorkino, Pandemie-Spielfilmen und zu populärem Kino und Politik. Zuletzt erschienen: Flexibler Faschismus. Siegfried Kracauers Analysen rechter Mobilisierungen damals und heute (2024); und mit Gabu Heindl: Nonsolution: Zur Politik der aktiven Nichtlösung (2024; englische Neufassung 2026). Ein Buch zu vorletzten Wahrheiten in der Politik ist in Fertigstellung.

Details

Datum:
14. Oktober
Zeit:
20:15
Veranstaltungskategorie:
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  • Ort

    DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
    Schaumainkai 41
    Frankfurt am Main, 60596
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    Organisator

    Deutsches Architekturmuseum (DAM)
    Telefon:
    069 - 212 38844
    E-Mail:
    info.dam@stadt-frankfurt.de
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