DIE IMMER NEUE ALTSTADT – Bauen zwischen Dom und Römer seit 1900

AUSSTELLUNG: 22. September 2018 – 10. März 2019
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG: Fr, 21. September 2018, 19 Uhr

Kein anderes Areal in Frankfurt weist eine ähnlich reiche Geschichte an Architektur und deren Instrumentalisierung für Identität und Tradition auf, wie der Altstadtkern zwischen Dom und Römer. Der Einzug der Moderne forderte um 1900 ein neues Rathaus und den Braubachstraßendurchbruch. Pläne der Ernst May-Ära, um der desolaten Lage in dem hochverdichten Gebiet entgegenzuwirken, setzten später die Nationalsozialisten unter dem Begriff „Altstadtgesundung“ um. Nach ihrer Zerstörung 1944 entbrannte um die Altstadt ein heftiger Rekonstruktionsstreit. In den 1950er Jahren entstanden moderne Bauten und 1974 das Technische Rathaus. Eine erste Rekonstruktion fand 1983 am Römerberg statt — zeitgleich hielt mit der Schirn und der Saalgasse die Postmoderne ihren Einzug. Mit dem Abrissurteil für das Technische Rathaus setzte 2005 eine Kontroverse um die Neubebauung ein. Wie aus dieser die neue Altstadt hervorging, ist eine zentrale Frage der Ausstellung. Der Gang durch die Geschichte zeigt dabei die Bandbreite der häufig wiederkehrenden Debatte über (Altstadt)Rekonstruktion.

Zur Ausstellung erscheint ein reich illustrierter Katalog „Die immer Neue Altstadt - Bauen zwischen Dom und Römer seit 1900“ im jovis Verlag.

Kurator der Ausstellung ist Philipp Sturm, Co-Kurator Moritz Röger.

Herausgeber: © Deutsches Architekturmuseum Frankfurt a.M., Schaumainkai 43, 16.10.2018